LECTOR (1992)


Im Laufe des Geschichtsstudiums stehen viele Studierende vor dem Problem, sich mit dem Inhalt eines mittelalterlichen Quellentextes befassen zu müssen, diesen aber nicht einmal entziffern zu können. Das Lesen von mittelalterlichen Schriften kann nur durch Übung erlernt werden. Durch etwas Training lässt sich aber ein Grundstock an Lesefertigkeit aufbauen, mit dessen Hilfe man sich mit einer neuen Schrift wesentlich schneller vertraut machen kann.
Mit dieser Situation sah sich am Historischen Seminar der Universität Zürich auch Prof. Dr. Roger Sablonier in den regelmässig durchgeführten Seminaren «Erfassung und Auswertung von mittelalterlichen Wirtschaftsquellen» konfrontiert. Ein (zu) grosser Teil der zur Verfügung stehenden Unterrichtsstunden wurde für Leseübungen benötigt. Die interessantere Auseinandersetzung mit dem Inhalt kam dabei regelmässig zu kurz.
Deshalb kam 1991 die Idee auf, mit Hilfe eines E-Learning-Programms (CBT) den einzelnen Studierenden zu ermöglichen, sich in das Thema Transkription selbständig und so breit und tief wie gewünscht einzuarbeiten. In der Folge entstand in den Jahren 1991 und 1992 im Rahmen einer Lizentiatsarbeit das Unterrichtsprogramm «LECTOR – Transkription von mittelalterlichen Quellentexten computergestützt üben».

Die vorliegende Arbeit beschreibt Inhalt, Entwicklung und Einsatz dieses frühen E-Learning-Programms.

Heute ist LECTOR weitgehend obsolet. LECTOR funktioniert zwar auch auf aktuellen Macs problemlos, ist aber konzeptionell, inhaltlich und didaktisch durch Ad fontes abgelöst worden.

[ PDF-Datei ]      [ Demo-Version ]

  Surftipps:


Nach oben  
  Letzte Aktualisierung: 06.04.2005/k&r